Gesine Meißner

Stark vor Ort
für Sie
In Europa

MdEP

Sommerzeitregelung (Aussprache)

Straßburg |

Frau Präsidentin! Frau Kommissarin, Sie sind zuständig für diese Zeitumstellung bzw. Winter- und Sommerzeit. Sie haben gesagt, Sie wollen keinen Flickenteppich in Europa. Das wollen wir ja aber auch nicht; wir wollen die Zeitumstellung abschaffen, und zwar einheitlich überall in Europa.

Sie wurde mal eingeführt, um Energie zu sparen. Tatsächlich ist es so, dass die Energieeinsparung im Bereich von 0,1 bis 0,5 % liegt; das haben viele Studien ergeben. Was man abends vielleicht bei längerem Tageslicht an Licht einspart, das braucht man morgens für Heizung oder auch morgens für Licht.

Von daher gesehen gibt es viele negative Effekte, die schon angesprochen wurden. Und darum geht es doch ganz genau, das treibt die Menschen um. Es ist sogar negativ fürs Klima, hat man gemerkt, weil die Sonne länger praktisch CO2-Belastung erzeugt, die am Abend ist, und das ist nicht gut fürs Klima …

(Zwischenruf)

… nein, das ist so, tatsächlich, lassen Sie mich doch mal ausreden!

Ansonsten, was die Gesundheit angeht: Viele Menschen leiden darunter. Es gibt nach einer Langzeitstudie in Deutschland von der Angestelltenkrankenkasse 25 % mehr Herzinfarkte direkt danach, 15 % mehr Krankschreibungen, 12 % mehr Depressionen, und es gibt, weil weniger Schlaf normalerweise vorliegt, Konzentrationsmängel, die führen zu schlechteren Leistungen in der Schule und zu mehr Verkehrsunfällen, bei denen morgens vor allen Dingen Kinder und Jugendliche involviert sind. Wir kämpfen immer dafür, dass wir weniger Verkehrsunfälle haben wollen, und das Gegenteil ist tatsächlich der Fall. Das darf doch wohl nicht sein!

Weiterhin muss man auch überlegen: Bei den Tieren: Die Kühe geben bis zu 10 % weniger Milch. Das hat damit zu tun, dass wir alle eine innere Uhr haben, alle Lebewesen; das hat zu tun mit dem Sonnenstand zum Beispiel und mit dem Tag-/Nacht-Rhythmus der Erde, und das unterbrechen wir. Chronobiologen wurden mit dem Nobelpreis ausgezeichnet dafür, dass sie gemerkt haben, was das eben für den Organismus für eine Wichtigkeit hat. Und wir wollen uns darüber hinwegsetzen?

Weltweit gibt es 140 Länder, die die Umstellung schon gemacht haben 50 % haben sie wieder zurückgenommen – Russland zum Beispiel –, weil sie gemerkt haben, dass es unter anderem einen Rückgang im Bruttosozialprodukt gibt, was sie natürlich nicht wollten. Warum wollen wir da dümmer sein als Herr Putin zum Beispiel? Also: Gesundheit, Verkehrsunfall ...

(Die Präsidentin entzieht der Rednerin das Wort.)

Das Video finden sie hier

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