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Quecksilber

Straßburg |

Herr Präsident, Frau Kommissarin! Vielen Dank auch an den Berichterstatter für den Bericht. Quecksilber ist hochgiftig – das haben wir jetzt schon verschiedentlich gehört. Wie giftig es ist, weiß ich eigentlich von klein auf, weil meine Mutter uns immer eingeschärft hat, dass wir das Thermometer, mit dem früher Fieber gemessen wurde, wo man das flüssige Quecksilber ja sehen kann, um Gottes Willen nicht fallen lassen sollten, weil das sonst tatsächlich schädliche Stoffe freisetzt und uns auch schaden würde. Weil wir gerade von Kindern sprechen – Peter Liese sprach die Energiesparlampen an: Ich fand das damals sehr schlecht, dass die Glühbirne verboten wurde und Energiesparlampen kamen, weil sie Quecksilber enthalten. Wir haben in Deutschland zwei Fälle, wo ein Kind, weil so eine Energiesparlampe kaputt gegangen ist, sich an den Dämpfen verätzt hat und lebenslang dadurch gezeichnet ist. So etwas darf natürlich nicht passieren. Das ist zum Glück nur zweimal passiert, aber immerhin. Das heißt, Quecksilber ist hochgiftig.

Es wurde auch gesagt, es ist überall in der Umwelt zu finden, in Fischen, in Meeresfrüchten. Das soll natürlich nicht sein. Wir haben es im Boden, und wir müssen versuchen, das zu reduzieren. Ich stimme darum genauso wie alle anderen dem zu, dass man Amalgam speziell für Kleinkinder bei ihren Milchzähnen und bei Schwangeren und bei stillenden Müttern schon jetzt verbieten will. Das ist wirklich erforderlich, weil sonst eine Vergiftung gerade auch bei Kindern in indirekter oder direkter Weise passieren kann. Ich finde es auch gut, dass man prüft, ob man Amalgam, das ja quecksilberhaltig ist, über kurz oder lang nicht generell verbieten soll. Die Kommission ist ja aufgefordert, hier einen Vorschlag zu machen. Auch das ist vollkommen richtig.

Ich möchte noch einen Aspekt ansprechen, der in der Debatte keine so große Rolle spielte oder bis jetzt noch gar nicht angesprochen wurde: Es gibt einige Bereiche in der Medizin, wo Quecksilber unersetzlich ist, wo es aber bis jetzt auch vollkommen richtig angewendet wird, auch nur in ganz kleinen Dosen. Das ist bei der Homöopathie und bei anthroposophischer Medizin. Ich finde es durchaus gut – ich habe auch entsprechende Änderungsanträge hier eingebracht –, dass man das weiterhin schon noch machen kann, denn es würde sonst für bestimmte Therapien keine Möglichkeit mehr geben. Wohlgemerkt: Paracelsus hat gesagt, die Dosis macht das Gift. Da ist es so minimal, dass es den Menschen hilft, aber der Umwelt nicht entscheidend schadet.

Insgesamt sollten wir auf jeden Fall dieser Verordnung zustimmen, denn sie ist vollkommen richtig und versucht, die Menschen mehr zu beschützen.

Das gesamte Video finden sie hier.

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