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Strategie der EU für die Gleichstellung von Frauen und Männern für den Zeitraum nach 2015 (Aussprache)

Straßburg |

Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ich habe gestern von einer Chefredakteuren in Saudi-Arabien gelesen, die viele Menschen unter sich hat, viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, aber nicht Auto fahren darf und ihren Mann fragen muss, wenn sie eine Geschäftsreise machen möchte. Solche Zustände haben wir zum Glück in Europa nicht mehr. Aber deswegen ist bei uns noch lange nicht alles in Ordnung. So lange es in der Europäischen Union nicht selbstverständlich ist, dass Männer und Frauen gleichermaßen Zugang zu allen Bereichen haben – ich betone: Männer und Frauen –, haben wir noch keine Gleichstellung erreicht und wir müssen Gleichstellungsberichte schreiben.

Es ist ja tatsächlich so, dass dieser Zugang noch nicht da ist. Wir wissen, Männer und Frauen sind verschieden. Im Privatleben ergänzt sich das ganz gut und wir gehen auch selbstverständlich miteinander um. In der Wirtschaft und in der Politik ist es aber noch keinesfalls der Fall. Gerade, weil Männer und Frauen verschieden sind und so unterschiedliche Qualitäten haben, sollten wir die doch auch gemeinsam nutzen. Wir haben gesehen: Eine Wirtschaft kann besser funktionieren, wenn man gemischte Teams hat. Warum machen wir das nicht? Warum haben wir in der Politik immer noch zu wenig Frauen? Solange das so ist, müssen wir wirklich sehen, dass wir erfolgreicher werden können, und mehr tun.

Ein pay gap– also ungleicher Lohn für gleiche Arbeit – ist unwahrscheinlich ungerecht, und das darf es überhaupt nicht geben. Das müssen wir auf jeden Fall bekämpfen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wünschen sich Väter und Mütter. Da ist es teilweise sogar noch schwieriger für Väter, die Teilzeit arbeiten wollen, dies auch wirklich machen zu können. Diskriminierung wollen wir überhaupt nicht, weder gegen Frauen noch gegen Männer. Und ganz schlimm ist natürlich Gewalt gegen Frauen. Das ist etwas, wo wir auch international tätig werden müssen, gerade bei Genitalverstümmelung und Gewalt gegen Frauen im Krieg – das geht überhaupt nicht.

Deswegen: Der Bericht enthält viele gute Sachen, stimmen Sie ihm bitte morgen zu!

Die Debatte zur neuen Richtlinie finden sie hier.

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