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Tierarzneimittel: Weniger Antibiotika im Fleisch

Tierarzneimittel: Weniger Antibiotika im Fleisch
iStock/dusanpetkovic

Brüssel |

Der vorbeugende und hoch dosierte Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung soll im Rahmen eines neuen, separaten Zulassungsverfahrens für Tierarzneimittel begrenzt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Menschen weniger Antibiotika über Ihre Nahrung aufnehmen. Die Entstehung von Antibiotikaresistenzen soll so eingeschränkt werden. Dies hat das Plenum des Europäischen Parlaments heute mit großer Mehrheit gefordert.

„Damit ist die Grundlage geschaffen, dass wir künftig weniger Antibiotika auf den Teller bekommen“, sagt Gesine Meißner, gesundheitspolitische Sprecherin der liberalen Fraktion und der FDP im Europäischen Parlament.

„Es ist wichtig, dem verantwortungslosen Umgang mit Antibiotika durch einige Mastbetriebe Grenzen zu setzen. Zum Beispiel ist die vorbeugende Behandlung mit Antibiotika für besseres Wachstum nicht akzeptabel. Antibiotika dürfen artgerechte Tierhaltung nicht ersetzen. Dafür sind klare Regeln und Verantwortungsbewusstsein auf Seiten der Tierärzte die Voraussetzung.

Prophylaktische Behandlung in der Tierhaltung ist unter bestimmten Bedingungen nötig und soll erlaubt bleiben. Klare Kriterien und Kontrolle der Vergabe von Tier-Arzneimitteln sind dafür erforderlich.“

Der Vorschlag soll ein eigenes, einheitliches Zulassungssystem in der EU für Tierarzneimittel schaffen. Bisher gibt es nur ein Verfahren, das mit der Zulassung von Human-Arzneimittel gekoppelt ist. Meißner dazu: „Das Ziel des neuen Vorschlags ist es, Arzneimittel für Veterinärmedizin schneller zulassen zu können und Missbrauch einzuschränken. Außerdem sollen einige Antibiotika in Zukunft nahezu ausschließlich in der Humanmedizin eingesetzt werden. Die Verfügbarkeit von Arzneimitteln soll jedoch stets gewährleistet bleiben."

Mit der heutigen Abstimmung hat das Parlament formal den Standpunkt des Umweltausschusses bestätigt. Damit können die Verhandlungen mit Rat und Kommission aufgenommen werden. Das Ergebnis muss dann erneut formal von Rat und Parlament angenommen werden, bevor das Gesetz in Kraft tritt.

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