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Mehr Engagement gegen Genitalverstümmelung nötig

Mehr Engagement gegen Genitalverstümmelung nötig
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Brüssel |

Zur Plenardebatte über Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen in Straßburg sagt Gesine Meißner, Bundesvorsitzende der Liberalen Frauen und gesundheitspolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament:

"Alle sechs Minuten wird eine Frau oder ein kleines Mädchen Opfer von Genitalverstümmelung mit schwerwiegenden gesundheitlichen und psychischen Folgen, einige sterben nach diesem barbarischen Akt. Weltweit gibt es mehr als 150 Millionen Betroffene, 500.000 in Europa. Eine stetig steigende Zahl von Asylanträgen bezieht sich unmittelbar auf diese Bedrohung. Gesetze und Schutzabkommen wie die Istanbul-Konvention reichen nicht aus, sie müssen auch umgesetzt werden. Kommission, Parlament und die nationalen Regierungen, alle müssen konkretere Maßnahmen ergreifen, Lippenbekenntnisse allein helfen den Betroffenen nicht."

Das Parlament forderte mit einer Anfrage die Kommission auf, die Bekämpfung von Genitalverstümmelung mit einem konkreten Zeitplan engagierter zu betreiben. Die EU hat im Programm Daphne und im Asyl- und Migrationsfonds Gelder bereit gestellt, die jetzt eingesetzt werden müssen. Erforderlich sind auch Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen für den Europäischen Auswärtigen Dienst und für Angehörige einschlägiger Berufe in den Mitgliedstaaten.

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