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Emissionen von mobilen Maschinen: Herausforderung für die Binnenschifffahrt

Emissionen von mobilen Maschinen: Herausforderung für die Binnenschifffahrt
iStock/Meinzahn

Brüssel |

Das Europäische Parlament verabschiedet heute neue Emissionsgrenzwerte für mobile Maschinen und Geräte, die nicht für den Straßenverkehr bestimmt sind, darunter Traktoren, Baumaschinen und Binnenschiffe. Gesine Meißner, umwelt- und verkehrspolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament, kommentiert die Entscheidung nicht restlos erfreut:

„Der gefundene Kompromiss zwischen Rat und Parlament ist weitgehend zu begrüßen, denn er strebt bessere Luftqualität an, ohne die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft außer Acht zu lassen.

Für die im Verhältnis schon sehr umweltfreundliche Binnenschifffahrt konnten noch strengere Grenzwerte, wie von der Kommission vorgeschlagen, verhindert werden. Wir haben vielmehr gerade auch durch Einsatz der Liberalen eine Angleichung an US-Standards erreicht und damit weitere Wettbewerbsverzerrungen verhindert.

Dennoch sind die neuen Schadstoffgrenzwerte für viele Betreiber ein Problem. Binnenschiffe müssen mit einem Filter nachgerüstet werden. Da es sich bei den Motoren um einen Nischenmarkt handelt, mit weniger als 100 verkauften Motoren pro Jahr, lohnt es sich für die Hersteller oft nicht, neue Motoren zu entwickeln, die die Grenzwerte einhalten."

Neu ist eine Klausel, die es ermöglicht, alte Motoren zu reparieren und umzurüsten, anstatt sie durch eine neue Maschine zu ersetzen, was helfen soll, Kosten zu senken. „Betreiber von Binnenschiffen sind meistens kleine Betriebe oder Familien. Es ist gut, dass dies im Kompromiss Berücksichtigung gefunden hat“, so Meißner weiter. "Weniger erfreulich sind die in letzter Minute von der großen Koalition im Parlament durchgedrückten Ausnahmen für Schneepflüge und Baumwollerntemaschinen."

Die Verordnung über Schadstoffemissionen für mobile Geräte und Maschinen setzt Euro-5 Grenzwerte für Motoren sukzessive ab 2017, die ab 2020 auf den Markt gebracht werden. Der Kompromiss wird voraussichtlich am 18. Juli formal vom Rat angenommen. Danach tritt die Verordnung in Kraft.

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