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eCAll - Big-Brother fährt künftig als Beifahrer mit

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Syda Productions/Shutterstock.com

Straßburg |

Das Europa-Parlament hat heute einen Vorschlag angenommen, nach dem alle neuen Fahrzeugtypen ab Herbst 2015 verpflichtend mit einem eCall-System ausgestattet sein müssen. Gesine MEIßNER, verkehrspolitische Sprecherin der liberalen Fraktion im EP, kritisiert:

„Wie bei allen neuen Vorschlägen steckt der Teufel häufig im Detail: Durch eCall-Systeme sollen im Falle eines Unfalls automatisch Positionsdaten und Fahrtrichtung an die Notrufzentrale übermittelt werden. Die Nutzung von moderner Technologie für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ist grundsätzlich zu begrüßen. Eine rote Linie ist für mich aber dann überschritten, wenn diese Daten theoretisch auch genutzt werden können, um Bewegungsprofile von allen Autofahrern zu erstellen.

Wichtig für die FDP war deshalb, dass Autofahrer die Freiheit haben müssen, das eCall-System manuell auszuschalten Diese Wahlfreiheit wäre mit einem An-/Aus-Knopf im Auto unkompliziert möglich gewesen – die Mehrheit des Parlaments hat sich heute aber für den gläsernen Autofahrer entschieden.“

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