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Besuch bei Streker: Natursäfte aus der Region für die Region

Brüssel |

Seit mehreren Generationen werden im Familienbetrieb Streker in Großaspach Natursäfte hergestellt, und zwar ausnahmslos aus Rohstoffen der Region - Streuobst und Gemüse. Die gesamte Produktpalette ist mittlerweile sogar vegan und folgt damit der aktuellen Kundennachfrage, auch aus muslimischen Familien. Früher wurde nämlich zur Klärung der naturtrüben Säfte immer Schweine-Gelatine verwendet, heute bedient sich der Familienbetrieb eines Pflanzenproteins (aus Kartoffeln oder allergenfrei aufbereiteten Erbsen) zum Herausziehen der Trübstoffe.Da der Verbraucherwunsch auch immer mehr weg vom Fruchtsaftkonzentrat hin zum Direktsaft geht, hat Firma Streker eine große Lagerhalle mit Fruchtsafttanks gebaut, aus denen dann für Lebensmittelketten abgezapft wird.

Die meisten Säfte werden in der Region verkauft, aber ein Smoothie im Einwegglas beispielsweise wird deutschlandweit über Lebensmittelketten vertrieben (habe ich in Hamburg im Kühlregal gefunden). Insgesamt sind die Absatzmöglichkeiten für hochwertigen Fruchtsaft in Glasflaschen rückläufig, immer mehr wird im Tetrapack verkauft - und hier ist die Gesetzgebung gefragt: Zwangspfand oder falsche Beschlüsse bei der anstehenden europäischen Gesetzgebung zur Kreislaufwirtschaft wirken letztlich nicht nur existenzbedrohend für Familienbetriebe wie Streker, sondern sind auch kontraproduktiv bei dem Versuch, Plastikeintrag in die Meere zu bekämpfen. Berücksichtigt werden sollte ein weiterer Vorteil von Glas: der Inhalt schmeckt einfach besser, daher stellen ja auch einige Mineralwasserproduzenten wieder auf Glas um.

Hinsichtlich der Mitarbeiter: Fruchtsafttechniker sind nicht mehr leicht zu finden. Familie Streker bildet daher selbst aus, greift aber auch bei Personalmangel auf Zeitarbeitsfirmen zurück und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Im letzten Jahr wurden allein drei Mitarbeiter aus der Zeitarbeit in die Festanstellung übernommen. Ein deutliches Signal Richtung Berlin: Zeitarbeit bleibt eine Chance zum Einstieg in den Arbeitsmarkt und sollte nicht eingeschränkt werden.

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