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Europäisches Zeugnis für Binnenschiffer modernisiert den Sektor

Europäisches Zeugnis für Binnenschiffer modernisiert den Sektor
iStock/GoogolPix

Brüssel |

Gesine Meißner, verkehrspolitische Sprecherin der liberalen Fraktion, zur heutigen Abstimmung über ihren Bericht zu gemeinsamen europäischen Ausbildungsvorschriften in der Binnenschifffahrt:

"Heute gibt es einen Europäischen Flickenteppich aus nationalen und regionalen Qualifikationen von Binnenschiffern in vielen verschiedenen Sprachen. Die Wasserschutzpolizei kann bei der Vielzahl der Zeugnisse nicht mehr wirksam überprüfen, ob das Personal an Bord über die nötigen Kenntnisse verfügt. Das ist ein Problem, wenn man sich zum Beispiel den dichten Verkehr auf dem Rhein anschaut. Einen Unfall mit einem Tankschiff mitten in Köln möchte niemand erleben. Mit europaweit einheitlichen Ausbildungsstandards und Zeugnissen für Matrosen, Vollmatrosen, Steuermänner und Schiffsführer wird die Binnenschifffahrt sicherer werden.

Der größte Streitpunkt war der Anwendungsbereich. Hier haben wir eine praktikable Lösung  gefunden, mit der ich sehr zufrieden bin. Länder ohne schiffbare Binnengewässer wie Malta, Zypern und Dänemark bekommen eine Ausnahmeregelung. Das Gleiche gilt für Staaten, die nicht mit den Binnenwasserstraßen Europas verbunden sind, zum Beispiel Finnland und Portugal. Dennoch werden die neuen EU-Ausbildungszeugnisse zukünftig überall in Europa gelten. Bisher darf ein Rhein-Matrose mit seinem Zeugnis nämlich nicht automatisch auf der Donau fahren. In Zukunft ist das möglich.

Auch der Zugang für Quereinsteiger aus der Seeschifffahrt oder anderen maritimen Berufen wird erleichtert. Der Sektor hat nämlich ein akutes Nachwuchsproblem, das durchschnittliche Alter der Binnenschiffer liegt heute bei 55 Jahren.

Europas Flüsse bieten noch viel ungenutztes Potenzial für den Güterverkehr und auch Flusskreuzfahrten sind beliebt wie nie. Deswegen freue ich mich besonders, als Berichterstatterin für die neuen Ausbildungsstandards zur Modernisierung des Sektors beizutragen."

Nach der Annahme im Europaparlament wird die neue Richtlinie voraussichtlich im kommenden Verkehrsministerrat Anfang Dezember bestätigt und kann daraufhin in Kraft treten. Die Mitgliedstaaten haben dann vier Jahre Zeit, die neuen Bestimmungen umzusetzen.

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